Geburtstagsfeier in Berlin – 150 Jahre SPD mit 500.000 Feiernden

Veröffentlicht am 10.09.2013 in Bundespolitik

Peer Steinbrück mit Anette Thumser aus Bergen-Enkheim

Berlin ist eine Reise wert. Das stimmt immer, galt aber ganz besonders für das Wochenende des 17. und 18. August, an dem die SPD zum Feiern nach Berlin eingeladen hatte. Allen Unkenrufen zum Trotz ließen sich die Partei nicht die Feierlaune vermiesen und blickte voller Stolz nach hinten, auf runde 150 Jahre ununterbrochen aufrechten Gangs durch die wechselhafte und nicht immer gute politische Geschichte Deutschlands, und mit Zuversicht und vor allem Gestaltungswillen nach vorne. Von schlechter Stimmung, Resignation oder Kritik am Kanzlerkandidaten war bei den Besuchern vor Ort jedenfalls wenig zu spüren, und auch Nicht-Mitglieder und ausländische Touristen zeigten sich von der traditionsreichen Geschichte, der guten Stimmung und von der schieren Masse der Besucher beeindruckt. Und tatsächlich war der Andrang so groß, dass die Eingangspassagen zeitweise geschlossen werden mussten.

 

Den insgesamt 500.000 Besuchern bot die Festmeile, die Straße des 17. Juni zwischen Brandenburger Tor und „Gold-Else“, bei schönstem Wetter aber auch allerhand Unterhaltung: Auf vier verschiedenen Bühnen 700 Künstler, darunter Dick Brave, Luxuslärm, Die Prinzen, Roland Kaiser, Sammy Deluxe, Nena und Konstantin Wecker. Dazu gab es Lesungen und Poetry Slam, eine Debattenarena, ein Lesezelt, einen großen Kinderbereich und zahllose Infostände verschiedener AGs und Ortsvereine der SPD, aber auch von Gewerkschaften, AWO, Mehr Demokratie e.V., der Friedrich Ebert Stiftung oder – recht exotisch wirkend – der „Vereinigung aserbaidschanischer Studierender und Wissenschaftler“.

Anette Thumser mit Frank-Walter Steinmeier

Dank endloser Bierzeltgarnitur-Meilen und vor allem den überall bereitstehenden tragbaren Papphockern sowie reichlich Ständen mit Essen und Trinken fand sich auch für die teilnehmenden Bergen-Enkheimer immer ein angenehmes Plätzchen für eine kleine Auszeit, um sich einfach mal umzuschauen und die Atmosphäre des Festes zu genießen.

Unter den Besuchern waren auffallend viele rot gekleidete Menschen, mit und ohne SPD-Logo an der Kleidung“, stellte Anette Thumser, die Schriftführerin des SPD-Ortsvereins Bergen-Enkheim, fest. „Die Leute, darunter ganze Reisegruppen, viele Familien und auch sehr viele junge Leute, kamen offenbar aus der ganzen Bundesrepublik. Viele Berliner natürlich, aber manche sprachen auch englisch oder niederländisch – und überall das SPD-Logo. Manche Erwachsene hatten sich sogar einen SPD-Luftballon an der Kleidung festgebunden, der dann immer mit ihnen schwebte, das sah lustig aus. Und man hatte dadurch ein richtig tolles Gemeinschaftsgefühl“. Sie selbst hatte ihr Fähnchen schließlich in die Sonnenhutkrempe gesteckt, um die Hände frei zu haben - zum Sichten des Infomaterials, zum Beifall spenden bei den Lesungen oder Live-Musik, für Melonenbowle und Fladenbrot, für den bei der hochsommerlichen Hitze enorm nützlichen Fächer sowie den Fotoapparat, um das eine oder andere Bild mit nach Hause nehmen zu können.

Immer, wenn sich irgendwo ein spontaner Menschenhaufen um ein paar im dunklen Anzug gekleidete Sonnenbrillenträger bildete, wusste man gleich: Da ist wieder ein Promi unterwegs – zu einer Lesung oder einfach nur so. Dabei habe ich die Leute gar nicht immer gleich erkannt – der Herr Wowereit war zum Beispiel sehr lässig im kurzärmligen Poloshirt unterwegs, berlinerte aber heftig“. Hannelore Kraft fiel ihr durch Herzlichkeit und knallig-bunte Ohrringe auf, Wolfgang Thierse mit Sonnenhut und markantem Rauschebart hielt sich eher leise im Hintergrund, Sigmar Gabriel musste sich doch eigentlich totschwitzen im dunklen Anzug - aber auch Andrea Nahles bewies mit Jacke Hitzeresistenz. Nur Frank Walter Steinmeier und Peer Steinbrück hatten aufs auf Jacket verzichtet.

Sehr sympathisch fand Anette Thumser die Absicht von Gertrud Steinbrück, die mit ihrem Mann zusammen eine Lesung hielt, die Festmeile anschließend verlassen und in einem der vielen Berliner Seen schwimmen gehen zu wollen. Das Ehepaar las aus Michael Endes Geschichte von Jim Knopf, Lukas dem Lokomotivführer und dem Scheinriesen Tur Tur. „Meine absolute Lieblingsgeschichte als Kind“, freute sich Anette Thumser. „Was hatte ich damals eine Angst vor diesem Riesen Tur Tur– aber dann wurde er immer kleiner und menschlicher, und dann tat er mir schrecklich leid, weil er immer so alleine war.“ Peer Steinbrück, der nach eigener Aussage schon einigen Scheinriesen begegnet sei und manchmal sogar selbst für einen gehalten werde, wurde jedenfalls keinen Moment alleine gelassen, sondern war ständig von einer Menschenmenge umlagert und ließ sich auf Gespräche, Fotos und Autogramme ein.

Festmeile

Auch bei seiner viel bejubelten Rede am Samstag Nachmittag herrschte ein solcher Andrang, dass Anette Thumser sich fragte, wie sie selbst und alle anderen der rund 200.000 vor der Hauptbühne versammelten Zuhörer es jemals schaffen sollen, im Anschluss zum Würstchen kaufen an einen der Stände zu gelangen. „Erstaunlicherweise klappte das aber gut, wie überhaupt alles prima abgelaufen ist“, freut sie sich. „Und ich habe einige sehr interessante Gespräche geführt, vom Mindestlohn über Volksentscheide bis zur Inklusion, und nehme vor allem das gute Gefühl mit nach Hause, dass die „alte Tante“ SPD ganz schön fit und up to date ist und die Mitglieder und Anhänger hinter ihr stehen“, so ihr Fazit.

Besonders fit zeigte sich übrigens auch ein Bergen-Enkheimer Genosse, der an der mehrtägigen Fahrrad-Sternfahrt teilgenommen und die ganze Strecke von Frankfurt nach Berlin mit dem Rad zurück gelegt hatte - um dann noch frisch und fröhlich (und im roten Trikot) in die Festmeile einzulaufen. Denn auch wenn man knapp 100 Jahre jünger ist als das Geburtstagskind, ist das eine reife Leistung.

 
 

 

 

 
 
 
 
 
 
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